UAS


Nachdem Presse und Politiker weltweit nicht an sich halten konnten, über den ersten Zusammestoß einer Drohne mit einer Verkehrsmaschine am 18.04.2016 nahe Heathrow zu berichten, und wieder einmal die unsäglichen Gefahren von Modellsportfluggeräten erwähnten, hat sich alles schon wieder in Luft aufgelöst und es gab anscheinend nicht einmal einen Zusammenstoß.

Die Untersuchung durch die britischen Behörden ergab gar nichts. Es waren am Flugzeug keinerlei Anzeichen eines Zusammenstoßes erkennbar und es gibt stichhaltige Aussagen der Crew, die deutlich machen, dass es fast sicher nicht einmal ein Multicopter war („Das gesichtete Objekt war angeblich ca. 2m breit und hatte eine rote Beleuchtung“). Dennoch sieht man in vielen Berichten einen DJI Phantom und es fühlt sich von den Lügenbaronen auch fast niemand berufen, die Falschmeldung zu korrigieren.

Kauft keine Zeitungen mehr und wählt Politiker mit Gehirn!


Das Department of Transportation (DOT) und die Federal Aviation Administration (FAA) haben am 15. Februar 2015 einen Entwurf für ein neues Regelwerk für die kommerzielle Nutzung unbemannter Fluggeräte veröffentlicht. Der Hintergrund dazu ist eine bessere Integration mit der bemannten Luftfahrt und ein Verbesserung der Flugsicherheit.

Die neuen Regeln bestimmen im Wesentlichen Folgendes:

  • UAS müssen weniger als 25 kg wiegen.
  • Der Steuerer muss sein Fluggerät zu jeder Zeit ohne technische Hilfsmittel im Blick haben.
  • UAS dürfen nicht über Personen fliegen, die nicht mit der Steuerung des UAS befasst sind.
  • UAS dürfen nur zwischen den offiziellen Zeiten zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang fliegen.
  • Der Steuerer muss anderen Fluggeräten Vorfahrt gewähren.
  • FPV kann nicht zum Steuern verwendet werden, das es die Anforderung see-and-avoid (sehen und vermeiden), also die Vermiedung von Gefahrensituationen, nicht erfüllen kann. FPV kann zulässig sein, wenn die Anforderungen auf andere Weise erfüllt werden.
  • Die maximale Geschwindigkeit darf 100 mph (ca. 160 km/h) nicht überschreiten.
  • Die maximale Flughöhe darf 500 Fuss (150 m) nicht überschreiten.
  • Die minimale Sichtweite muss 3 Meilen (ca. 4,8 km) betragen.
  • In Luftraum A ab 18.000 Fuss ist ein Betrieb untersagt.
  • In Luftraum B,C,D und E wird eine Flugverkehrskontrollfreigabe benötigt.
  • In Luftraum G darf ohne Freigabe geflogen werden.
  • Eine Person darf nicht gleichzeitit mehrere Fluggeräte steuern.
  • Rücksichtloses oder leichtsinnigs Fliegen ist untersagt.
  • Das UAS muss vor dem Flug auf Problem überprüft werden.
  • Personen, die gesundheitlich oder durch andere Gründe in ihrer Steuerfähigkeit beeinträchtigt sind, dürfen ein UAS nicht steuern.
  • Steuerer von UAS müssen in einer Prüfung bei einer offiziellen Stelle nachweisen, dass sie über ein ausreichendes Wissen verfügen, um ein UAS sicher zu steuern. Sie müssen mindestens 17 Jahr alt sein und die Prüfung alle 24 Monate erneuern. Darüber hinaus müssen sie der FAA den Zugang zum UAS zwecks Inspektionen auf Anfrage ermöglichen. Unfälle mit Sach oder Personenschäde müssen der FAA innerhalb von 10 Tagen angezeigt werden.

Die neuen Regeln besiegeln gleichzeitig auch das Aus für die Pläne von Amazon&Co, zukünftig Drohnen als autonome Lieferanten einzusetzen. Amazon hat bereits angekündigt, die Feldversuche in anderen Ländern weiterzuführen.