Recht


Der Modellflugsport in Deutschland steht vor dem Aus. Aufgrund der zuletzt gehäuften Berichterstattung über ferngesteuerte Multikopter, in Publikumsmedien häufig als „Drohnen” bezeichnet, sollen neue gesetzliche Bestimmungen verabschiedet werden, die den Modellflugsport in seiner Existenz bedrohen. Und damit das Hobby von hunderttausenden Menschen in ganz Deutschland.“ — pro-modellflug.de

Liebe Modellflieger und alle die es werden wollen oder auch nur als Zuschauer Begeisterung finden: Viele Menschen in Deutschland und vielen anderen Ländern betreiben seit Jahrzehnten Modellflug als Hobby. Dabei geht es rücksichtsvoll, gesittet aber vor allem sicher zu. Unfälle im Modellflugsport sind sehr selten und all das hat nichts mit den Spinnern zu tun, die sich mit ihren sogenannten Drohnen daneben benehmen. Aber genauso sind es die Lügner in Medien und Politik, die die Unwissenheit der Bevölkerung schamlos für eigene Zwecke ausnutzen, allen voraus Herr Dobrindt, der bereits das Thema Maut und schnelles Internet  vor die Wand gefahren hat und nun andere Themen sucht, mit denen er von seinem Totalversagen ablenken kann.

Modellflug ist nicht gefährlich und er muss nicht weiter reguliert werden. Modellflieger sind keine Spanner und keine Terroristen. Unterstützt den Modellflug auf www.pro-modellflug.de. Jede Stimme zählt.

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Fly-aways

Bei einem Fly-away ist der Multicopter durch die Fernsteuerung nicht mehr steuerbar, d.h. er reagiert nicht mehr auf eure Eingaben. Im günstigsten Fall stürzt das Fluggerät an Ort und Stelle ab. In ungünstigen Fällen fliegt euer Multicopter einfach weg und stürzt dann irgendwo ab. Mit vollem Akku kann das auch erst einige Kilometer entfernt in Wohngebieten oder auf Straßen passieren, auch wenn ihr euch am Flugplatz vermeintlich in ausreichendem Abstand zur Zivilisation befunden habt.

Im Netz kursieren diverse Statistiken, die belegen wollen, das bestimmte Flugsteuerungen vermehrt für Fly-aways sorgen. Beispielsweise kann man hier vermeintlich sehen, dass die APM mit Abstand am meisten Probleme bereitet. Dagegen hält hier eine anschauliche Grafik die Naza für den Bösewicht.

Fachlich gesehen hat das mit Statistik wenig zu tun. Es sind einfach willkürliche Ansammlungen von Informationen, die alle sehr unterschiedliche Rahmenbedingungen haben und somit nicht vergleichbar sind. Einen Fly-away kann niemand ausschließen und es gibt keine Flugsteuerung, bei der das nicht passieren kann. Oft ist es vermutlich auch einfach das Unvermögen des Piloten, der in Panik nicht mehr weiß, dass vielleicht nur das GPS oder andere Sensoren der Flugsteuerung falsche Daten liefern und das ein Umschalten auf einen manuellen Modus zumindest noch für einen kontrollierter Absturz sorgen kann. In anderen Fällen erkennt man die Ausrichtung des Multicopters nicht und steuert immer weiter weg.

Auf der anderen Seite muss sich jeder bewusst sein, dass er für seine Fliegerei haftbar ist. Kein Multicopter ist sicher vor Fehlern und Abstürzen. Wer damit in Bereichen fliegt, in denen sich Menschen aufhalten oder wo leicht große Schäden verursacht werden können, der handelt rechtlich vermutlich bereits nicht mehr im Sinne der LuftVO §1. Damit dürfte es im Zweifel vor Gericht schwierig werden, sich für solche Flüge zu rechtfertigen.

Im Zweifelsfall denkt zuerst nur an die Sicherheit und nicht an den Multicopter. Sobald sich abzeichnet, dass der Flieger außer Kontrolle gerät, seht zu, dass ihr das Ding sofort auf den Boden holt.


Meldung: NoFlyZone: Jedem seine private Drohnen-Flugverbotszone

In der Meldung wird über das System NoFlyZone berichtet, das einfach aus einer Datenbank besteht, in die jeder GPS-Koordinaten eintragen darf, an denen nicht geflogen werden soll. Weder der erste Eintrag noch die Koordinaten werden geprüft. Unterstützt werden die NoFlyZones aktuell nur von drei Flugsteuerungen, die zudem nur wenig verwendet werden.

Verbieten kann den Überflug über sein Grundstück niemand, sondern lediglich den Start und die Landung von und auf diesem. Es gibt aber Regelungen, die den Überflug in zu niedrigen Höhen (zB Lärmschutz) sowie generell das Fotografieren und Filmen erlaubnispflichtig machen (Persönlichkeitsrecht).

Die NoFlyZones haben aus meiner Sicht keinen Nutzen. Derjenige, der das Überfliegen seines Grundstücks damit verbieten will, wird sich genauso aufregen, wenn an seiner Grundstücksgrenze geflogen wird, wo er dies nicht verbieten kann. Und solange nicht alle Flugsteuerungen dies erzwingen, ist die Mühe sowieso vergebens.