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Nachdem Presse und Politiker weltweit nicht an sich halten konnten, über den ersten Zusammestoß einer Drohne mit einer Verkehrsmaschine am 18.04.2016 nahe Heathrow zu berichten, und wieder einmal die unsäglichen Gefahren von Modellsportfluggeräten erwähnten, hat sich alles schon wieder in Luft aufgelöst und es gab anscheinend nicht einmal einen Zusammenstoß.

Die Untersuchung durch die britischen Behörden ergab gar nichts. Es waren am Flugzeug keinerlei Anzeichen eines Zusammenstoßes erkennbar und es gibt stichhaltige Aussagen der Crew, die deutlich machen, dass es fast sicher nicht einmal ein Multicopter war („Das gesichtete Objekt war angeblich ca. 2m breit und hatte eine rote Beleuchtung“). Dennoch sieht man in vielen Berichten einen DJI Phantom und es fühlt sich von den Lügenbaronen auch fast niemand berufen, die Falschmeldung zu korrigieren.

Kauft keine Zeitungen mehr und wählt Politiker mit Gehirn!


Endlich hat der Modellfluggott auch mal ein gutes Wort für die Modellflieger eingelegt. Die Regelungen für das Fliegen in kontrolliertem Luftraum (CTR) werden ab dem 01.06.2015 gelockert! Damit gelten die Flugeinschränkungen für Multicopter nicht mehr für Multicopter unter 5 kg, sofern unter ein paar zu berücksichtigenden Punkten 30 m Höhe nicht überschritten wird. Bislang brauchte man dazu eine Flugverkehrskontrollfreigabe. Beispielsweise betrifft das den Großteil von Dortmund, so dass man ab dem 01.06.2015 nahezu überall fliegen darf,  sofern die sonstigen Regelungen befolgt werden. Der Mindestabstand von Flughäfen bleibt mit 1,5 km unverändert.

Zur offiziellen Meldung: >>Klick<<


Gefahrenpotenzial

Die amerikanische Firma Failure Analysis Service Technology aus Prescott, Arizona ist sehr erfahren mit der Analyse von Schäden an Flugzeugtriebwerken. Der Inhaber der Firma, George Morse, bewertet im Artikel die Schäden, die ein Multicopter der 1-2 kg Klasse verursachen könnte, der in ein Triebwerk gerät. Seine Einschätzung als Fachmann lautet, dass ein Schwarm Vögel trotz der nicht vorhandenen Metallteile und Akkus mehr Schaden anrichten wird und das ein Absturz einer größeren Verkehrsmaschine durch eine Drohne nahezu unwahrscheinlich ist.

Zum Artikel (Englisch)


Meldung: Sicherheitsexperte bringt Drohnen-Führerschein ins Gespräch

In einem Interview mit dem Sicherheitsbeauftragtem des DFB, Helmut Spahn, fordert dieser den Führerschein und ein Equivalent der Waffenbesitzkarte für Drohnen. Begründet wird das mit Terrorismusgefahren und Kriminalität. Herr Spahn behauptet, dass man sich der Gefahren noch nicht ganz bewusst ist und das alle an einem Strang ziehen müssen. Ebenfalls spricht er gleich auch den zuständigen Flugbehörden die Kompetenz ab.

Es gilt der Generalverdacht: jeder der eine Drohne kaufen kann, ist anscheinend potenziell ein Krimineller. Das seine geforderten Regelungen keine Kriminellen betreffen, weil diese sicher die Letzten wären, die sich an seine Gesetze halten, befördert ihne als „Sicherheitsexperten“ ins Abseits. Herr Spahn hat vergessen, auch Besitzkarten und Führerscheine für Modellautos und Modellboote zu fordern.

Darüber hinaus muss der Verkauf von Elektromotoren, Propellern, Plattformen wie Arduino, sowie jeglicher Art von Sensoren wir Gyroskope und Beschleunigungsmessern waffenscheinpflichtig werden, denn daraus kann jeder ohne große Mühen Multicopter bauen. Selbstverständlich muss dazu sichergestellt werden, dass sämtliche Teile nicht ins Land eingeführt werden können. Ob Herr Spahn denkt, dass 9/11 nicht stattgefunden hätte, wenn man Gesetze gehabt hätte, die Terroristen den Zugang zu Flugzeugen untersagt hätten? Sollten nicht vielleicht alle Menschen vorsichtshalber inhaftiert werden, bevor diese ganzen potenziell Kriminellen noch Straftaten begehen? Man weiß es nicht…


Meldung: Neue Regeln für unbemannte Flugzeuge

Achtung bei Aus-„flügen“ in Österreich. Dort gelten nicht dieselben Regelungen wie in Deutschland. Es gibt seit Anfang 2014 ein Regelwerk, das Vieles, das für den Modellflug in Deutschland nicht explizit geregelt ist, dort genau festlegt. An sich finde ich diese Regelung sehr gelungen, da sich die Verantwortlichen mit den Themen auseinandergesetzt haben. Ob die Regeln zu streng sind, ist ein anderes Thema und es wird sich mit der Zeit sicher herausstellen, ob da etwas korrigiert werden sollte.