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Neuigkeiten und Meldungen rund um den Modellflug.


Der Modellflugsport in Deutschland steht vor dem Aus. Aufgrund der zuletzt gehäuften Berichterstattung über ferngesteuerte Multikopter, in Publikumsmedien häufig als „Drohnen” bezeichnet, sollen neue gesetzliche Bestimmungen verabschiedet werden, die den Modellflugsport in seiner Existenz bedrohen. Und damit das Hobby von hunderttausenden Menschen in ganz Deutschland.“ — pro-modellflug.de

Liebe Modellflieger und alle die es werden wollen oder auch nur als Zuschauer Begeisterung finden: Viele Menschen in Deutschland und vielen anderen Ländern betreiben seit Jahrzehnten Modellflug als Hobby. Dabei geht es rücksichtsvoll, gesittet aber vor allem sicher zu. Unfälle im Modellflugsport sind sehr selten und all das hat nichts mit den Spinnern zu tun, die sich mit ihren sogenannten Drohnen daneben benehmen. Aber genauso sind es die Lügner in Medien und Politik, die die Unwissenheit der Bevölkerung schamlos für eigene Zwecke ausnutzen, allen voraus Herr Dobrindt, der bereits das Thema Maut und schnelles Internet  vor die Wand gefahren hat und nun andere Themen sucht, mit denen er von seinem Totalversagen ablenken kann.

Modellflug ist nicht gefährlich und er muss nicht weiter reguliert werden. Modellflieger sind keine Spanner und keine Terroristen. Unterstützt den Modellflug auf www.pro-modellflug.de. Jede Stimme zählt.

pro-modellflug


Nachdem Presse und Politiker weltweit nicht an sich halten konnten, über den ersten Zusammestoß einer Drohne mit einer Verkehrsmaschine am 18.04.2016 nahe Heathrow zu berichten, und wieder einmal die unsäglichen Gefahren von Modellsportfluggeräten erwähnten, hat sich alles schon wieder in Luft aufgelöst und es gab anscheinend nicht einmal einen Zusammenstoß.

Die Untersuchung durch die britischen Behörden ergab gar nichts. Es waren am Flugzeug keinerlei Anzeichen eines Zusammenstoßes erkennbar und es gibt stichhaltige Aussagen der Crew, die deutlich machen, dass es fast sicher nicht einmal ein Multicopter war („Das gesichtete Objekt war angeblich ca. 2m breit und hatte eine rote Beleuchtung“). Dennoch sieht man in vielen Berichten einen DJI Phantom und es fühlt sich von den Lügenbaronen auch fast niemand berufen, die Falschmeldung zu korrigieren.

Kauft keine Zeitungen mehr und wählt Politiker mit Gehirn!


Pressemitteilung

Wieder einmal hat es einem Vorfall gegeben, bei dem dieses Mal ein A319 beim Anflug auf den pariser Flughafen Charles de Gaulle gerade knapp einer Drone ausweichen konnten. Die Rede ist von 5-15 Metern nach einem Manöver des Kapitäns, wie der AV-Herald berichtet.

Die Originalmeldung findet ihr hier in Englisch: »Link«

Es ist unbegreiflich, wie dumm und leichtsinning sich Menschen verhalten und es zerrt gleich die ganze Gemeinde der Modellflieger in den Dreck. Es ist zu hoffen, dass endlich einmal jemand die möglichen Strafen auch wirklich verhängt und bestehendes Recht anwendet und das nicht wieder unfähige Politiker nach noch mehr Gesetzen schreien, damit sie überhaupt jemand wahrnimmt.


Die Königsklasse ist für viele Modellbauer die eigene CNC-Fräsmaschine. Mit dem Buch CNC-Fräsen für Einsteiger erscheint im März 2016 ein weiteres Buch von mir, dass es Einsteigern leicht macht, den ganzen Prozess von A bis Z zu verstehen und zeigt, wie man mit einer CNC-Fräsmaschine richtig und sicher umgeht.

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Am 20.07.2015 kam es in der Nähe des warschauer Flughafens in über 700 m Höhe zu einer gefährlichen Annäherung zwischen einer Drohne und einer Lufthansamaschine. Das Flugzeug sei in nur etwa 100 m Entfernung an der Drohne vorbeigeflogen. Der Steuerer der Drohne wurde bereits ermittelt und verhört. Ihm drohen wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr bis zu 8 Jahren Haft. Was mit Drohne gemeint ist, wird nicht weiter erklärt. Das ist Mist und daran ist leider auch nichts zu beschönigen und man darf hoffen, dass es eine sehr hohe Strafe dafür gibt.

Ebenso gibt es aber auch nichts an unprofessionellen Artikeln zu beschönigen, bei denen es Autoren nicht hinbekommen, reißerische Kommentare auszulassen und das Thema Drohnen in den Dreck ziehen.

Zitat aus dem Heise-Artikel. „Nur 100 Meter trennten eine besetzte Passagiermaschine von einer Drohne. Die Lufthansa-Maschine konnte jedoch unbeschadet landen, die Polizei rückte mit Hubschraubern aus.“

Wieso ein Flugzeug, dass in einigem Abstand an etwas vorbei fliegt, nicht unbeschadet landen können sollte, dürfte selbst Erstklässlern völlig klar sein. Solche Aussagen sind genauso sinnvoll, wie die, dass bei der Landung glücklicherweise keine Nuklearwaffen in China expoldiert sind. Außerdem rückte die Polizei nicht mit Hubschraubern aus, sondern mit einem.

Wie so etwas richtig und sachlich funktioniert, zeigt die ursprüngliche Meldung.

>>Zur Heise-Meldung<<

>>Original Meldung<<


Die Insolvenz von Robbe wurde bereits Anfang 2015 gemeldet. Da war man noch guter Dinge, dass sich das Blatt noch wenden lässt. Nun scheint klar, dass es keine Rettung mehr gibt. Man sucht nun nach Möglichkeiten, Teile des Unternehmens zu erhalten.

Das ein deutsches Traditionsunternehmen so den Bach runter geht, ist ein herber Schlag für den Modellbau. Insbesondere, da Robbe in den letzten Jahren immer gut gewirtschaftet und schwarze Zahlen geschrieben hat. Schuld an der Pleite sind ausstehende Zahlungen, deren Fälligkeiten „wohl irgendwie vergessen“ worden sind.

Die Besitzer von Futaba-Fernsteuerungen müssen sich aber wohl keine Gedanken machen, denn Robbe ist nicht Futaba. Robbe hat in Deutschland die Distribution für Futaba erledigt. Neuer Distributor ist nun Ripmax.

Ausführlicher Bericht im Lauterbacher Stadtanzeiger

 


Endlich hat der Modellfluggott auch mal ein gutes Wort für die Modellflieger eingelegt. Die Regelungen für das Fliegen in kontrolliertem Luftraum (CTR) werden ab dem 01.06.2015 gelockert! Damit gelten die Flugeinschränkungen für Multicopter nicht mehr für Multicopter unter 5 kg, sofern unter ein paar zu berücksichtigenden Punkten 30 m Höhe nicht überschritten wird. Bislang brauchte man dazu eine Flugverkehrskontrollfreigabe. Beispielsweise betrifft das den Großteil von Dortmund, so dass man ab dem 01.06.2015 nahezu überall fliegen darf,  sofern die sonstigen Regelungen befolgt werden. Der Mindestabstand von Flughäfen bleibt mit 1,5 km unverändert.

Zur offiziellen Meldung: >>Klick<<


Fly-aways

Bei einem Fly-away ist der Multicopter durch die Fernsteuerung nicht mehr steuerbar, d.h. er reagiert nicht mehr auf eure Eingaben. Im günstigsten Fall stürzt das Fluggerät an Ort und Stelle ab. In ungünstigen Fällen fliegt euer Multicopter einfach weg und stürzt dann irgendwo ab. Mit vollem Akku kann das auch erst einige Kilometer entfernt in Wohngebieten oder auf Straßen passieren, auch wenn ihr euch am Flugplatz vermeintlich in ausreichendem Abstand zur Zivilisation befunden habt.

Im Netz kursieren diverse Statistiken, die belegen wollen, das bestimmte Flugsteuerungen vermehrt für Fly-aways sorgen. Beispielsweise kann man hier vermeintlich sehen, dass die APM mit Abstand am meisten Probleme bereitet. Dagegen hält hier eine anschauliche Grafik die Naza für den Bösewicht.

Fachlich gesehen hat das mit Statistik wenig zu tun. Es sind einfach willkürliche Ansammlungen von Informationen, die alle sehr unterschiedliche Rahmenbedingungen haben und somit nicht vergleichbar sind. Einen Fly-away kann niemand ausschließen und es gibt keine Flugsteuerung, bei der das nicht passieren kann. Oft ist es vermutlich auch einfach das Unvermögen des Piloten, der in Panik nicht mehr weiß, dass vielleicht nur das GPS oder andere Sensoren der Flugsteuerung falsche Daten liefern und das ein Umschalten auf einen manuellen Modus zumindest noch für einen kontrollierter Absturz sorgen kann. In anderen Fällen erkennt man die Ausrichtung des Multicopters nicht und steuert immer weiter weg.

Auf der anderen Seite muss sich jeder bewusst sein, dass er für seine Fliegerei haftbar ist. Kein Multicopter ist sicher vor Fehlern und Abstürzen. Wer damit in Bereichen fliegt, in denen sich Menschen aufhalten oder wo leicht große Schäden verursacht werden können, der handelt rechtlich vermutlich bereits nicht mehr im Sinne der LuftVO §1. Damit dürfte es im Zweifel vor Gericht schwierig werden, sich für solche Flüge zu rechtfertigen.

Im Zweifelsfall denkt zuerst nur an die Sicherheit und nicht an den Multicopter. Sobald sich abzeichnet, dass der Flieger außer Kontrolle gerät, seht zu, dass ihr das Ding sofort auf den Boden holt.